Außendienst am 6.9.2026
Vom Tivoli zum Theresienbad
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Außendienst am 20.9.2026
Das rote Floridsdorf
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Außendienst am 4.10.2026
Stadtspaziergang Sandleiten
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Außendienst am 8.11.2026
Stadtspaziergang Karl-Seitz-Hof
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Außendienst am 6.12.2025
Stadtspaziergang Rabenhof
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Das Team des Waschsalons führt regelmäßig Stadtspaziergänge durch ausgewählte Gemeindebauten.
Eine der größten Errungenschaften des Roten Wien ist der kommunale Wohnbau. Insgesamt werden während der Ersten Republik über 380 Gemeindebauten mit mehr als 64.000 Wohnungen errichtet, manche davon als regelrechte „Stadt in der Stadt“ mit eigener Infrastruktur.
Diese reicht von Kindergärten und Mutterberatungsstellen über Waschsalons mit Waschmaschinen und Bügelstationen aber auch mit Brause- und Wannenbädern, Zahnkliniken und Tuberkulose-Fürsorgestellen, bis hin zu Büchereien, Veranstaltungssälen und Geschäftslokalen.
„Beim Wohnhausbau soll nicht nur an die Sicherung des Obdaches, sondern auch an die körperliche und seelische Gesundheit und an den kulturellen Aufstieg der Bevölkerung gedacht werden“, heißt es 1928.
Erkunden Sie mit uns die Vielfalt der Wiener Gemeindebauten!
Termine 2026 (pdf)
Dieses Angebot richtet sich an Einzelpersonen.
Kosten je nach Länge:
€ 12,- bzw. € 15,- / Person
Für Gruppen sind Stadtspaziergänge jederzeit buchbar.
Wir beginnen unseren Rundgang bei der Siedlung Am Tivoli, die in den Jahren 1927/28 von Wilhelm Peterle im Geiste der „Gartenstadt“ errichtet und 1929/30 erweitert wird. Durch ihre „bürgerliche“ Anmutung und ihre villenartigen Mehrfamilienhäuser nimmt diese malerische Siedlung eine Sonderstellung innerhalb der kommunalen Wohnhausanlagen Wiens ein.
Von hier geht es zu jener in den Jahren 1927 bis 1930 nach Plänen von Camillo Fritz Discher und Karl Dirnhuber errichteten Wohnhausanlage, die – allerdings nur inoffiziell – „Indianerhof“ genannt wird. Die beiden Architekten bilden offenbar „in keiner Phase des Baus eine Arbeitsgemeinschaft“ (Weihsmann, 2002), wodurch ein abwechslungsreiches Nebeneinander von bürgerlich inspirierter, gartenstadtähnlicher Verbauung (Camillo Discher) und sachlich strengeren, „superblockhaften“ Wohntrakten (Karl Dirnhuber) entsteht.
Vorbei am ehemaligen Brause- und Wannenbad in der Aichholzgasse 52, in dem sich heute ein Jugendzentrum mit Theaterräumen befindet, kommen wir zum „Ratschkybad“. Dieses 1924 eröffnete, architektonisch überaus interessante „Volksbad Meidling“ ist seit Jahren außer Betrieb. Über die Ruckergasse geht es nun immer bergabwärts zum Theresienbad, der ältesten Badeanlage der Stadt, deren Schwefelquelle bereits den Römern Heilung brachte.
Sonntag, 6.9.2026, 11 Uhr
Treffpunkt: 12., Tivolibrücke
Erreichbarkeit: Buslinien 8A (ab BH Meidling) und 63A (ab Niederhofstraße/U6 oder Meidling Hauptstraße/U4), Haltestelle Stranitzkygasse
Dauer: 2 Stunden
Kosten: € 15,– / Person
Anmeldung erforderlich unter:
info(at)dasrotewien-waschsalon.at
Der 1926 fertiggestellte Schlingerhof war im Februar 1934 ein Brennpunkt der Kämpfe in Floridsdorf. Von hier geht es zum Franz-Jonas-Platz und weiter zum großen Paul-Speiser-Hof (1929–1932), der aus drei sehr unterschiedlichen Bauteilen besteht.
Der Kluger-Hof am nahen Kinzerplatz wirkt zwar wie ein Gemeindebau, wird aber 1931/32 für das Stift Klosterneuburg errichtet. Ein waschechter Gemeindebau ist hingegen der Bielerhof am gegenüberliegenden Ende des Platzes, der eindeutig zum „romantischen Typus“ des kommunalen Wohnbaus zählt.
Sonntag, 20.9.2026, 11 Uhr
Treffpunkt: 21., Floridsdorfer Markt (Schlingermarkt)
Erreichbarkeit: U6 bis Floridsdorf, Straßenbahnlinien 30 und 31
Dauer: 2 Stunden (längerer Fußweg!)
Kosten: € 15,– / Person
Anmeldung erforderlich unter:
info(at)dasrotewien-waschsalon.at
Mit 1.587 Wohnungen ist Sandleiten das größte Wohnbauprojekt der Gemeinde Wien in der Ersten Republik. Diese „Stadt in der Stadt“ wird von drei Architektengemeinschaften in der Anmutung einer organisch gewachsenen Stadt errichtet – mit kleinen Plätzen, Brunnen, Stiegen, Terrassen und Pergolen.
Vorbildcharakter hat auch die gediegen eingerichtete Bücherei sowie ein für 600 Personen angelegter Kino- und Theatersaal. 1930 eröffnet die Gemeinde Wien in Sandleiten auch ihren 100. Kindergarten – den „schönsten Garten Wiens”.
Sonntag, 4.10.2026, 11 Uhr
Treffpunkt: 16., Nietzscheplatz
Erreichbarkeit: Straßenbahn 2 bis Liebknechtgasse
Dauer: 2 Stunden
Kosten: € 15,– / Person
Anmeldung erforderlich unter:
info(at)dasrotewien-waschsalon.at
1925 schreibt die Gemeinde Wien für die Errichtung einer „Gartenstadt“ in Jedlesee einen Wettbewerb aus; den Auftrag erhält schließlich der Otto-Wagner-Schüler Hubert Gessner. In der „Gartenstadt“ entsteht auch die 25.000ste Wohnung des Roten Wien, das erste Wohnbauprogramm ist damit abgeschlossen.
Die in den Jahren 1926 bis 1932 errichtete Wohnhausanlage verfügt ursprünglich über 1.173 Wohnungen, eine Wäscherei, einen großen Turnsaal, Versammlungsräume, Geschäftslokale und ein Restaurant. 1951, vor 75 Jahren, wird der Hof nach dem früheren Bürgermeister Karl Seitz (1869–1950) benannt.
Sonntag, 8.11.2026, 11 Uhr
Treffpunkt: 21., Karl-Seitz-Platz 1
Erreichbarkeit: U6 bis Floridsdorf, anschließend Bus 34A bis Jedlesee/Bellgasse
Kosten: € 12,– / Person
Anmeldung erforderlich unter:
info(at)dasrotewien-waschsalon.at
Der nach Plänen der Otto-Wagner-Schüler Heinrich Schmid und Hermann Aichinger errichtete Rabenhof wird 1929 eröffnet und 1931 nach Friedrich Austerlitz, dem legendären Chefredakteur der Arbeiter-Zeitung benannt. 1935 wird die Anlage von den Austrofaschisten in „Rabenhof“ umbenannt.
Der Hof verfügt zum Zeitpunkt seiner Errichtung über 1.097 Wohnungen für etwa 4.000 Menschen sowie über zahlreiche Infrastruktureinrichtungen, Ateliers und Geschäftslokale. In der Rabengasse befindet sich auch jener Saal mit etwa 400 Sitzplätzen, der heute das Rabenhof Theater beherbergt.
Sonntag, 6.12.2026, 11 Uhr
Treffpunkt: 3., Rabengasse 3, vor dem Rabenhof Theater
Erreichbarkeit: U3 bis Kardinal-Nagl-Platz
Kosten: € 12,– / Person
Anmeldung erforderlich unter:
info(at)dasrotewien-waschsalon.at