Außendienst am 1.3.2026
Stadtspaziergang Friedrich-Engels-Platz
© WStLA
Außendienst am 12.4.2026
Stadtspaziergang George-Washington-Hof
© WStLA
Außendienst am 3.5.2026
Spaziergang Zentralfriedhof
© WStLA
Außendienst am 7.6.2026
Stadtspaziergang Ringstraße des Proletariats in Margareten I.
© Wien Museum
Außendienst am 21.6.2026
Stadtspaziergang Ringstraße des Proletariats in Margareten II.
© WStLA
Außendienst am 5.7.2026
Stadtspaziergang Ringstraße des Proletariats in Meidling
© WStLA
Außendienst am 2.8.2026
Stadtspaziergang Goethehof
© WStLA
Außendienst am 6.9.2026
Vom Tivoli zum Theresienbad
© WStLA
Außendienst am 20.9.2026
Das rote Floridsdorf
© WStLA
Außendienst am 4.10.2026
Stadtspaziergang Sandleiten
© WStLA
Außendienst am 8.11.2026
Stadtspaziergang Karl-Seitz-Hof
© WStLA
Außendienst am 6.12.2025
Stadtspaziergang Rabenhof
© WStLA
Das Team des Waschsalons führt regelmäßig Stadtspaziergänge durch ausgewählte Gemeindebauten.
Eine der größten Errungenschaften des Roten Wien ist der kommunale Wohnbau. Insgesamt werden während der Ersten Republik über 380 Gemeindebauten mit mehr als 64.000 Wohnungen errichtet, manche davon als regelrechte „Stadt in der Stadt“ mit eigener Infrastruktur.
Diese reicht von Kindergärten und Mutterberatungsstellen über Waschsalons mit Waschmaschinen und Bügelstationen aber auch mit Brause- und Wannenbädern, Zahnkliniken und Tuberkulose-Fürsorgestellen, bis hin zu Büchereien, Veranstaltungssälen und Geschäftslokalen.
„Beim Wohnhausbau soll nicht nur an die Sicherung des Obdaches, sondern auch an die körperliche und seelische Gesundheit und an den kulturellen Aufstieg der Bevölkerung gedacht werden“, heißt es 1928.
Erkunden Sie mit uns die Vielfalt der Wiener Gemeindebauten!
Termine 2026 (pdf)
Dieses Angebot richtet sich an Einzelpersonen.
Kosten je nach Länge:
€ 12,- bzw. € 15,- / Person
Für Gruppen sind Stadtspaziergänge jederzeit buchbar.
Die Wohnhausanlage am Friedrich-Engels-Platz, ein Werk des Otto-Wagner-Schülers Rudolf Perco, sollte der „größte Wohnbau der Welt“ werden. Zum Zeitpunkt ihrer Eröffnung im Jahr 1933 zählt die aus mehreren Höfen bestehende Anlage rund 1.400 Wohnungen und verfügt über eine Reihe von Infrastruktureinrichtungen – darunter auch eine Zentralwäscherei und ein großes Kinderfreibad.
Der unbenannt gebliebene Bau beeindruckt durch die Monumentalität seiner Wohntürme, die vorgesetzten Balkongruppen und riesigen Fahnenmasten, aber auch durch eine Fülle an Kunst-am-Bau-Werken. Der von Margarete Schütte-Lihotzky entworfene Kindergarten am Kapaunplatz wird zwar erst 1952 eröffnet, steht aber noch ganz in der Tradition des Roten Wien.
Sonntag, 1.3.2026, 11 Uhr
Treffpunkt: 20., Straßenbahnhaltestelle Friedrich-Engels-Platz
Erreichbarkeit: Straßenbahn 2 oder 31
Kosten: € 12,– / Person
Anmeldung erforderlich unter:
info(at)dasrotewien-waschsalon.at
Die ursprünglich „Am Wienerberg – Spinnerin am Kreuz“ genannte Wohnhausanlage wird 1927 bis 1930 nach Plänen von Robert Oerley und Karl Krist errichtet. Mit ihren 1.085 Wohnungen ist sie zum Zeitpunkt ihrer Eröffnung eine der größten Anlagen Wiens. Jede Wohnung besitzt einen Balkon oder eine Loggia.
Neben zwei Zentralwäschereien verfügt der Hof über einen Kindergarten, einen Jugendhort, eine Mutterberatungsstelle, eine Bücherei sowie über ein Gast- und Kaffeehaus. Anlässlich des zweihundertsten Geburtstages des ersten Präsidenten der amerikanischen Republik wird der Hof 1932 nach George Washington benannt.
Sonntag, 12.4.2026, 11 Uhr
Treffpunkt: 10., Triester Straße, bei der Spinnerin am Kreuz
Erreichbarkeit: Straßenbahn 1 bis Windtenstraße oder Bus 15A bis Clemens-Holzmeister-Straße
Kosten: € 12,- / Person
Anmeldung erforderlich unter:
info(at)dasrotewien-waschsalon.at
Der Weg über den Zentralfriedhof führt zu den Mahnmalen für die Opfer des Justizpalastbrandes 1927 und der „Opfer für ein freies Österreich 1934–1945“. Über die Aufbahrungshalle 3, ein Werk von Karl Ehn, dem Architekten des Karl-Marx-Hofes, gelangen wir zur Grabanlage der Widerstandskämpfer gegen das NS-Regime sowie zu den Denkmälern zu Ehren der Opfer der NS-Justiz und der NS-Euthanasie.
Ganz in der Nähe des zu Ehren der Gefallenen des 13. März 1848 errichteten Obelisken liegt auch das von Hubert Gessner geschaffene Ehrengrab der Wiener Sozialdemokratie, errichtet 1926 für Victor Adler und Engelbert Pernerstorfer. Später werden hier auch Friedrich Adler, Otto Bauer und Helene Bauer sowie Karl Seitz beigesetzt.
Zum Abschluss besuchen wir noch das Mahnmal für die zivilen Opfer der Februarkämpfe von 1934 und das Denkmal für jene Österreicher, die als Angehörige der internationalen Brigaden in den Jahren 1936–1939 im Spanischen Bürgerkrieg gefallen sind.
Sonntag, 3.5.2026, 11 Uhr
Treffpunkt: Zentralfriedhof, Tor 2
Erreichbarkeit: Straßenbahn 11 oder 71
Kosten: € 12,– / Person
Anmeldung erforderlich unter:
info(at)dasrotewien-waschsalon.at
Wir erkunden wieder die „Ringstraße des Proletariats“, den politischen Gegenentwurf zur bürgerlichen Ringstraße – auch heuer in insgesamt drei Teilabschnitten.
Der erste Stadtspaziergang beginnt beim Reumannhof, der am 27. Juni 1926 – es ist die sprichwörtliche „Sonntagsarbeit des Bürgermeisters“ – eröffnet wurde, und führt weiter zum Metzleinstalerhof, dessen gürtelseitig gelegener Trakt, gemeinsam mit der Wohnhausanlage auf der Schmelz, zu den allerersten Gemeindebauten Wiens zählt.
Weiter geht es zum Matteottihof, zum Herwegh- und Julius-Popp-Hof – allesamt Bauten des Architekten-Duos Heinrich Schmid und Hermann Aichinger. Wir beenden unseren Außendienst beim Theodor Körner-Hof, dem ersten Hochhaus des kommunalen Wohnbaus der Nachkriegszeit, 1951–1955 von den Architekten Ladislaus Hruska und Kurt Schlauss errichtet.
Sonntag, 7.6.2026, 11 Uhr
Treffpunkt: 5., Margaretengürtel 100–110, vor dem Reumannhof
Erreichbarkeit: Straßenbahn 6, 18 oder Bus 59A bis Arbeitergasse/Gürtel
Kosten: € 12,– / Person
Anmeldung erforderlich unter:
info(at)dasrotewien-waschsalon.at
Unser zweiter Stadtspaziergang auf der „Ringstraße des Proletariats” in Margareten widmet sich den näher am Wiental gelegenen Bauten. Wir beginnen bei dem 1912/13 nach Plänen von Hubert Gessner errichteten Eisenbahnerheim.
Weiter geht es zu dem nach Plänen von Peter Behrens erbauten Franz-Domes-Hof, der im Juni 1930 feierlich eröffnet wird. Vorbei am heutigen Ernst-Hinterberger-Hof, in dem sich in der Ersten Republik ein Lokal des Arbeiter-Radio-Bundes ARABÖ befindet, geht es zu der sehr sachlichen Wohnhausanlage Brandmayergasse 24, errichtet nach Plänen der Architekten Egon Riss und Fritz Judtmann. Der Rundgang endet beim Reumannhof, einem Werk Hubert Gessners.
Sonntag, 21.6.2026, 11 Uhr
Treffpunkt: 5., vor der Station U4 Margaretengürtel
Erreichbarkeit: U4 Margaretengürtel
Kosten: € 12,– / Person
Anmeldung erforderlich unter:
info(at)dasrotewien-waschsalon.at
Der bekanntere Abschnitt der „Ringstraße des Proletariats” befindet sich zwar entlang des Margaretengürtels, doch auf der Meidlinger Seite gibt es auch eine Reihe höchst sehenswerter Bauten.
Unser Stadtspaziergang führt vom Lorenshof über den Bebelhof, einem Werk von Karl Ehn, dem Architekten des Karl-Marx-Hofes, zum Liebknechthof von Karl Krist. Der Fuchsenfeldhof und der gegenübergelegene Reismannhof, Werke der Otto-Wagner-Schüler Heinrich Schmid und Hermann Aichinger, werden am 27. Juni 1926 eröffnet.
Sonntag, 5.7.2026, 11 Uhr
Treffpunkt: 12., U4-Ausgang Längenfeldgasse. Erreichbarkeit: U4
Dauer: 2 Stunden
Kosten: € 15,– / Person
Anmeldung erforderlich unter:
info(at)dasrotewien-waschsalon.at
Der Goethehof in der Donaustadt ist zum Zeitpunkt seiner Eröffnung im Jahr 1932 die größte kommunale Wohnhausanlage jenseits der Donau und umfasst 727 Wohnungen.
Insgesamt sieben Architekten sind an der Errichtung von „Wiens schönstem Goethe-Denkmal“ beteiligt. Neben sehenswerten Beispielen von „Kunst am Bau“ gibt es ein großes Kaffeehaus, eine Bücherei, einen Montessori-Kindergarten, einen Jugendhort, Waschküchen sowie eine Tuberkulosen-Fürsorgestelle.
Sonntag, 2.8.2026, 11 Uhr
Treffpunkt: 22., Schüttaustraße 1–39, Haupteingang
Erreichbarkeit: U1 bis Kaisermühlen VIC, 5 min. Gehweg
Kosten: € 12,– / Person
Anmeldung erforderlich unter:
info(at)dasrotewien-waschsalon.at
Wir beginnen unseren Rundgang bei der Siedlung Am Tivoli, die in den Jahren 1927/28 von Wilhelm Peterle im Geiste der „Gartenstadt“ errichtet und 1929/30 erweitert wird. Durch ihre „bürgerliche“ Anmutung und ihre villenartigen Mehrfamilienhäuser nimmt diese malerische Siedlung eine Sonderstellung innerhalb der kommunalen Wohnhausanlagen Wiens ein.
Von hier geht es zu jener in den Jahren 1927 bis 1930 nach Plänen von Camillo Fritz Discher und Karl Dirnhuber errichteten Wohnhausanlage, die – allerdings nur inoffiziell – „Indianerhof“ genannt wird. Die beiden Architekten bilden offenbar „in keiner Phase des Baus eine Arbeitsgemeinschaft“ (Weihsmann, 2002), wodurch ein abwechslungsreiches Nebeneinander von bürgerlich inspirierter, gartenstadtähnlicher Verbauung (Camillo Discher) und sachlich strengeren, „superblockhaften“ Wohntrakten (Karl Dirnhuber) entsteht.
Vorbei am ehemaligen Brause- und Wannenbad in der Aichholzgasse 52, in dem sich heute ein Jugendzentrum mit Theaterräumen befindet, kommen wir zum „Ratschkybad“. Dieses 1924 eröffnete, architektonisch überaus interessante „Volksbad Meidling“ ist seit Jahren außer Betrieb. Über die Ruckergasse geht es nun immer bergabwärts zum Theresienbad, der ältesten Badeanlage der Stadt, deren Schwefelquelle bereits den Römern Heilung brachte.
Sonntag, 6.9.2026, 11 Uhr
Treffpunkt: 12., Tivolibrücke
Erreichbarkeit: Buslinien 8A (ab BH Meidling) und 63A (ab Niederhofstraße/U6 oder Meidling Hauptstraße/U4), Haltestelle Stranitzkygasse
Dauer: 2 Stunden
Kosten: € 15,– / Person
Anmeldung erforderlich unter:
info(at)dasrotewien-waschsalon.at
Der 1926 fertiggestellte Schlingerhof war im Februar 1934 ein Brennpunkt der Kämpfe in Floridsdorf. Von hier geht es zum Franz-Jonas-Platz und weiter zum großen Paul-Speiser-Hof (1929–1932), der aus drei sehr unterschiedlichen Bauteilen besteht.
Der Kluger-Hof am nahen Kinzerplatz wirkt zwar wie ein Gemeindebau, wird aber 1931/32 für das Stift Klosterneuburg errichtet. Ein waschechter Gemeindebau ist hingegen der Bielerhof am gegenüberliegenden Ende des Platzes, der eindeutig zum „romantischen Typus“ des kommunalen Wohnbaus zählt.
Sonntag, 20.9.2026, 11 Uhr
Treffpunkt: 21., Floridsdorfer Markt (Schlingermarkt)
Erreichbarkeit: U6 bis Floridsdorf, Straßenbahnlinien 30 und 31
Dauer: 2 Stunden (längerer Fußweg!)
Kosten: € 15,– / Person
Anmeldung erforderlich unter:
info(at)dasrotewien-waschsalon.at
Mit 1.587 Wohnungen ist Sandleiten das größte Wohnbauprojekt der Gemeinde Wien in der Ersten Republik. Diese „Stadt in der Stadt“ wird von drei Architektengemeinschaften in der Anmutung einer organisch gewachsenen Stadt errichtet – mit kleinen Plätzen, Brunnen, Stiegen, Terrassen und Pergolen.
Vorbildcharakter hat auch die gediegen eingerichtete Bücherei sowie ein für 600 Personen angelegter Kino- und Theatersaal. 1930 eröffnet die Gemeinde Wien in Sandleiten auch ihren 100. Kindergarten – den „schönsten Garten Wiens”.
Sonntag, 4.10.2026, 11 Uhr
Treffpunkt: 16., Nietzscheplatz
Erreichbarkeit: Straßenbahn 2 bis Liebknechtgasse
Dauer: 2 Stunden
Kosten: € 15,– / Person
Anmeldung erforderlich unter:
info(at)dasrotewien-waschsalon.at
1925 schreibt die Gemeinde Wien für die Errichtung einer „Gartenstadt“ in Jedlesee einen Wettbewerb aus; den Auftrag erhält schließlich der Otto-Wagner-Schüler Hubert Gessner. In der „Gartenstadt“ entsteht auch die 25.000ste Wohnung des Roten Wien, das erste Wohnbauprogramm ist damit abgeschlossen.
Die in den Jahren 1926 bis 1932 errichtete Wohnhausanlage verfügt ursprünglich über 1.173 Wohnungen, eine Wäscherei, einen großen Turnsaal, Versammlungsräume, Geschäftslokale und ein Restaurant. 1951, vor 75 Jahren, wird der Hof nach dem früheren Bürgermeister Karl Seitz (1869–1950) benannt.
Sonntag, 8.11.2026, 11 Uhr
Treffpunkt: 21., Karl-Seitz-Platz 1
Erreichbarkeit: U6 bis Floridsdorf, anschließend Bus 34A bis Jedlesee/Bellgasse
Kosten: € 12,– / Person
Anmeldung erforderlich unter:
info(at)dasrotewien-waschsalon.at
Der nach Plänen der Otto-Wagner-Schüler Heinrich Schmid und Hermann Aichinger errichtete Rabenhof wird 1929 eröffnet und 1931 nach Friedrich Austerlitz, dem legendären Chefredakteur der Arbeiter-Zeitung benannt. 1935 wird die Anlage von den Austrofaschisten in „Rabenhof“ umbenannt.
Der Hof verfügt zum Zeitpunkt seiner Errichtung über 1.097 Wohnungen für etwa 4.000 Menschen sowie über zahlreiche Infrastruktureinrichtungen, Ateliers und Geschäftslokale. In der Rabengasse befindet sich auch jener Saal mit etwa 400 Sitzplätzen, der heute das Rabenhof Theater beherbergt.
Sonntag, 6.12.2026, 11 Uhr
Treffpunkt: 3., Rabengasse 3, vor dem Rabenhof Theater
Erreichbarkeit: U3 bis Kardinal-Nagl-Platz
Kosten: € 12,– / Person
Anmeldung erforderlich unter:
info(at)dasrotewien-waschsalon.at